Zwar hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim gestrigen WM-Spiel gegen Ecuador eine Niederlage einstecken müssen, der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren sieht nach dem Erreichen der KO-Runde der deutschen Kicker dennoch „spürbare Nachfrageimpulse“ nach textilen Fanartikeln.
Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft hatte der BTE noch eine verhaltene Konsumstimmung konstatiert. Die erhoffte Belebung im Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel ist nach BTE-Recherche im Gegensatz zu früheren WM-Veranstaltungen zunächst ausgeblieben. Mittlerweile ergebe sich jedoch eine vermehrte Nachfrage vor allem nach Fußballtrikots, Hosen/Kurzshorts und Hüten. Besonders gefragt seien das Auswärtstrikot sowie die Retro-Version von 1994. Im Fokus vieler Konsumenten stehe dabei auch ein stimmiges WM-Gesamtoutfit: Die Schuhe müssen ebenso zum Trikot passen, wie unter anderem Socken und die entsprechende Kopfbedeckung, wie etwa der immer beliebter werdende „Bucket Hat“.
Neben der deutlich gestiegenen Nachfrage nach den Original-Fanartikeln, sieht der BTE auch eine deutliche Nachfragesteigerung nach preisgünstigen Alternativangeboten. „Das verfügbare Einkommen ist für viele Menschen das ausschlaggebende Kriterium für die konkrete Produktauswahl“, erklärt Franzisca Lubba, Referentin für Kommunikation beim BTE. „Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten agieren weite Teile der Bevölkerung weiterhin preissensibel und wägen ihre Ausgaben für sportliche Modeartikel sehr sorgfältig ab – auch im Kontext eines emotionalen Großereignisses wie der Fußball-Weltmeisterschaft“, so Lubba. Allerdings werde der Pusheffekt des Turniers samt der damit verbundenen leichten Aufhellung der Konsumstimmung derzeit von der Hitzewelle überschattet.
Aus Sicht des Einzelhandels bestehe dennoch weiterhin die Erwartung, dass sich die fortschreitende Weltmeisterschaft zu einem „stimmungsstarken Ereignis mit zusätzlichen Impulsen für den Modekonsum“ entwickeln kann. Der BTE hofft, dass sich die positiven Effekte verstärken und breiter im stationären Mode- und Textilhandel niederschlagen werden.