Im Januar 2026 hat Mutoh den Eco-Solvent-Drucker „XpertJet 1641SR Pro II“ auf den Markt gebracht. Foto, Mutoh
Brother Industries will sein Portfolio in der Inkjet-Großformatsparte erweitern und hat daher den ebenfalls japanischen Druckerhersteller Mutoh übernommen. Das Unternehmen soll als Tochtergesellschaft zügig in den Konzern integriert werden.
Im Februar hatte Brother ein öffentliches Kaufangebot („Tender Offer“) für die Mutoh-Aktien abgegeben. Dieses Angebot war bis zum 23. März befristet, wurde von der überwiegenden Mehrheit der Aktionäre angenommen und war damit erfolgreich. Brother zahlte 7.626 Yen pro Aktie (rund 41 Euro, Kursstand: 26. März 2026) und erhielt dafür zunächst 88,01 Prozent der Stimmrechte. Die Anteilseigner der verbliebenen Stimmrechte werden über das gängige „Squeeze-Out“-Verfahren mit einer Abfindung herausgekauft. Der Umfang der Transaktion beträgt rund 35 Milliarden Yen (nach aktuellem Kurs rund 190 Millionen Euro).
Durch die Akquisition von Mutoh will Brother von mehreren Synergien profitieren und „technologische Lücken schließen“, heißt es in einer Meldung. Strategisches Ziel sei es, in den Bereich Industrieller Druck und Digitaldruck (Signage & Graphics) zu expandieren, der als Wachstumssektor gilt. Die Übernahme des Unternehmens erfolgt auf den im Frühjahr 2024 gescheiterten Versuch, Roland DG zu erwerben.
Mutoh erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro mit weltweit rund 600 Mitarbeitern.